Steinmatratzen - 3/2019

Da es bei Steinmatratzen möglich ist kleinere (bzw. verschieden große) Steine zu verwenden bieten Steinmatratzen ein vielfältiges Lückensystem. Die kleineren Hohlräume ermöglichen eine Sedimentation und damit eine Besiedlung durch Pflanzen. Auch für tierische Organismen ist ein vielfältiger Lebensraum entstanden.

Steinmatratzen werden häufig an technischen Bauwerken zur Verhinderung von Erosion verwendet. Sie sind preiswerter als lose Steinschüttungen und erfordern nur 1/3 der Stärke. Und sie haben den Vorteil der Begrünbarkeit. So kann verhindert werden, dass die Bauwerke noch Jahre wie eine Steinwüste aussehen.

Diese - auch spontane Begrünung - wird möglich, da kleinere Steine verwendet werden können. So werden unterschiedliche Zwischenräume geschaffen, die eine pflanzliche bzw. tierische Besiedlung ermöglichen. Auch nach Hochwasserereignissen bleiben diese Strukturen erhalten bzw. ist eine schnelle Besiedlung aus dem geschützten Interstitial möglich.

Und eine Begrünung ist - auch bei technischen Bauwerken - problemlos möglich. Dazu werden die Steinmatratzen übererdet und - je nach Zielsetzung  - angesät. Das ist bei der Verwendung größerer Steine nicht möglich. Durch die spezifische Verfüllmethode können kleinere Steine verwendet werden (und damit entstehen mehr Zwischenräume für begrünbares Substrat), bei gleichzeitiger Lagestabilität der Steine auch bei höheren hydraulischen Beanspruchungen. 

Steinmatratzen an technischen Bauwerken

Spontane Begrünung der Steinmatratzen

Steinmatratzen befüllt mit kleinen Steinen

Skizze Steinmatratzen mit Begrünung

Begrünung einer Stauwehr

Begrünung eines Dammes