Schilfinseln zur Gewässeraufwertung - 3/2019

Schilfinseln bestehen aus einem umhüllenden Drahtgeflecht (mit Zink-Aluminium - Beschichtung) oder Edelstahlnetz. Befüllt wird das Geflecht bzw. das Netz mit trockenen Schilfhalmen.

 

Das Drahtgeflecht bzw. Stahlnetz hält die einzelnen Schilfhalme zusammen und gibt der Insel die Form. Für ausreichenden Auftrieb sorgen die trockenen Schilfhalme, die auch gleichzeitig als Wurzelraum für die Bepflanzung dienen.

Somit entstehen sehr kompakte Elemente, auf denen sich Pflanzen sehr gut entwickeln, der Wurzelraum bietet von Anfang an eine sehr große Besiedlungsfläche für Mikroorganismen, die für die Umsetzung von Stickstoff- und Phosphorverbindungen sorgen. Der Effekt der Wasserreinigung kann durch das Einarbeiten von Xylit-Fasern noch verstärkt werden.

Pflanzen für die Schilfinseln

Als Pflanzen für die Schilfinseln eignen sich neben den verschiedenen Blühpflanzen wie z.B. Iris pseudacorus (Schwertlilie), Lythrum salicaria (Blutweiderich) auch viele Gräser wie Carex spec. (Seggen), Scirpus sylvaticus (Waldimse), Phalaris arundinacea (Rohrglanzgras) und auch die s. g. hohen Rörichtarten wie Phragmites communis (Schilf), Typha angustifolia (schmalblättriger Rohrkolben).

Die Nährstoffversorgung ist in den meisten Gewässern gegeben, da sich die Gewässer Mitteleuropas durch starke Nährstoffbelastung meist im eutrophen Zustand befinden. Da schwimmende Inseln gern von Wasservögel als Ruheplatz bzw. auch als Nistplatz angenommen werden, ist der Schutz der Bepflanzung häufig ratsam. Hierzu bieten sich stabile Metallgitter, die sowohl vertikal als auch horizontal zum Einsatz kommen, an.